Sport und Laufen nach Bandscheibenvorfall – Das Leben geht weiter

SPORT UND LAUFEN NACH BANDSCHEIBENVORFALL - Das Leben geht weiter. Lerne aus meinen Erfahrungen als Betroffene und Physiotherapeutin alles über Entstehung eines Bandscheibenvorfall, OP-Indikation und wann du in welcher Art wieder nach einem Bandscheibenvorfall Sport machen und laufen kannst.

Schmerzen im Rücken, Ausstrahlungen ins Bein, Taubheit, Kribbeln, Stechen, Brennen – die Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall können so vielseitig ausfallen und so hartnäckig sein. Verdacht auf Bandscheibenvorfall bringt keinen Spaß, ein richtiger Bandscheibenvorfall noch weniger.

Aber: es gibt Hoffnung und irgendwann wieder ein Bergauf!

In diesem Artikel erzähle ich dir mit Hilfe meines Fachwissen als Physiotherapeutin, meiner persönlichen Erfahrung und Austausch mit anderen, wie du trotz Bandscheibenvorfall dein Leben zurückbekommst.
Ich berichte über:

  • Entstehung eines Bandscheibenvorfalls
  • Verlauf der Akutphase
  • OP-Indikation
  • Training/Laufen und Bandscheibenvorfall

Vorweg sei gesagt: dieser Artikel wird keinen ärztlichen oder persönlichen physiotherapeutischen Rat ersetzen können! Bei motorischen Ausfällen und/oder extremen Schmerzen spricht man von einer sofortigen OP-Indikation, weil das Risiko für irreparable Nervenschäden zu hoch ist. Deshalb: geh lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig.

Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall

Der Neurologe meines Vertrauens behauptet, es gäbe keine traumatischen Bandscheibenvorfälle, sondern ausschließlich degenerative. Das heisst also, dass ein Bandscheibenvorfall nicht einfach nur durch eine ruckartige Bewegung ausgelöst wird, sondern durch eine Vorschädigung des Bindegewebsrings der Bandscheibe. Hat dieser bereits kleine Risse durch Verschleiss im Laufe der Jahre, kann bei starker Belastung der Kern austreten und die bekannten Beschwerden verursachen.
Fast jeder Mensch hat zwischen seinem 30. und 50. Lebensjahr mindestens einen Bandscheibenvorfall – viele davon verlaufen sogar unabhängig von ihrer Größe/Schwere symptomlos. Übergewichtige, Bürotätige und Leistungssportler sind häufiger betroffen als andere Gruppen.

Die Akutphase des Bandscheibenvorfalls

In der ersten Phase des Bandscheibenvorfalls findet eine Entzündungsreaktion im Bereich der Nervenwurzel statt. Je nachdem, wo der Bandscheibenvorfall lokalisiert wird, strahlen die Schmerzen in eine Seite aus oder bleiben recht lokal im Rücken. Manchmal kommen neurale  Symptome wie Kribbeln, Taubheit oder bis hin zu motorischen Ausfällen dazu. In dieser Phase geht es vor Allem um eines: Schmerzlinderung bzw. Symptomlinderung! Durch Physiotherapie, Wärme, Schmerzmittel, Elektrotherapie, sanfte Dehnungen und Bewegung ohne Schmerzprovokation sollen die Beschwerden gelindert und so schnell wie möglich in den Griff bekommen werden. Denn: je länger die Schmerzen anhalten, umso schwieriger wird es, diese auszukurieren. Zum einen sind Nerven sehr sensibel und nachtragend (und letztlich resultieren die Beschwerden nur durch eine Irritation des Nerven), zum Anderen gelangst du irgendwann in einen Teufelskreis aus Abwehrspannung der Muskulatur und Nervenirritation.

Muss der Bandscheibenvorfall operiert werden?

Nein. Zumindest nicht unbedingt. 90% der Bandscheibenvorfälle heilen selbstständig nach etwa 3-9 Monaten aus, weil die ausgetretene Flüssigkeit austrocknet und sich die restliche Bandscheibe zurückzieht. Wenn jedoch die Schmerzen zu stark sind oder motorische Ausfälle entstehen, sollte so schnell wie möglich operiert werden. In allen andern Fällen macht es Sinn, mindestens 6 Wochen den oben beschriebenen konservativen Ansatz zu verfolgen und abzuwarten. Auch bei sehr großen Bandscheibenvorfällen kann so verfahren werden – denn die Größe des Bandscheibenvorfalls hat interessanterweise keinen direkten Zusammenhang zur Symptomatik. Dh. sehr kleine Bandscheibenvorfälle können bei der einen Person zu Lähmungen führen, bei der nächsten ist ein riesiger Bandscheibenvorfall vielleicht symptomlos.

Sport, Laufen und Bandscheibenvorfall

Butter bei die Fische, ich weiß doch, dass du nur hier bist, weil du was über den Sport wissen willst! Ja, wie ist das denn nun mit Sport während/nach dem Bandscheibenvorfall?
Es gibt eine einfache Regel: alles, was guttut und Schmerzen lindert, ist gut. In der ersten Zeit sollten Stoßbewegungen (Reiten, Sprinten, Sprünge, etc.) vermieden werden und schweres Krafttraining durch Kraftausdauer bzw. wenig belastende Übungen ersetzt werden.

Denn es gilt nach wie vor: die Schmerzlinderung/Schmerzfreiheit steht im Fokus und das Schmerzverhalten ist extrem individuell. Sprich am besten auch mit deinem Physiotherapeuten und Arzt darüber, was sie dir an Sport empfehlen – und wenn jemand dir empfiehlt, dich am besten gar nicht zu bewegen, dann suche dir bitte bitte einen zweiten Ansprechpartner.

In Bewegung bleiben ist wichtig, denn eines der Probleme beim Bandscheibenvorfall ist, dass deine Rückenmuskulatur zu schwach bzw. deine Bewegungen nicht adäquat waren und dadurch zu einem vermehrten Verschleiss geführt haben. Damit du keinen Rückfall erleidest, ist es wichtig, die Muskulatur zu trainieren, dir Zeit zu lassen und rückenschonendes Verhalten zu erlernen. Du kannst dir vorstellen, dass du vermutlich erst richtig Schmerzen bekommst, wenn du aufhörst, dich zu bewegen, weil dann dein Muskelkorsett an Stabilität verliert.

Meine persönliche Empfehlung lautet:

Fokus auf Schmerzfreiheit
Höre auf deinen Körper
Bleib in Bewegung
Lass dir Zeit

Jaja, das sind alles keine Dinge, die du lesen willst, aber leider ist genau das das Geheimrezept. Und damit du auch noch eine Richtung erfährst, wie du trainieren darfst/kannst, bekommst du hier eine kleine Übersicht, wie du dein Training nach dem Bandscheibenvorfall aufbauen kannst.

Bandscheibenvorfall Training Sport Laufen Grafik

Merke: Das sind alles Richtwerte, Faustformeln und keine allgemeingültigen Regeln. Wenn dir laufen keine Schmerzen bereitet – lauf! Wenn du beim Krafttraining Ausstrahlungen bekommst, lass es weg. Wichtig ist eben immer eine individuelle Absprache mit deinem Therapeuten.

Und nun Hand aufs Herz, lieber Leser – hattest schon einen Bandscheibenvorfall? Wer führt aktive Prävention durch regelmäßiges Rückentrainining und rückenfreundliches Verhalten aus? Wenn du Erfahrungen hast oder Fragen offen sind, schreib gerne einen Kommentar!

15 thoughts on “Sport und Laufen nach Bandscheibenvorfall – Das Leben geht weiter

  1. Ich bin jetzt dann 58 Jahre alt. Hatte mit 27 einen Hexenschuss bei dessen Behandlung mir dann gesagt wurde, dass das obere Drittel meienr Wirbelsäule versteift sei (wohl ab Geburt). Ab 30 bis Mitte 30 hatte ich mehrere Bandscheibenvorfälle überwiegend im Bereich von L5/S1. Mit dem ersten Bandscheibenvorfall lag ich erst Mal eine Woche im Krankenhaus, bevor ein CT gemacht und ich einem Orthopäden vorgestellt wurde. Dieser sagte zwar, dass er mich im akuten Zustand sofort operiert hätte, schlug jedoch eine konservative Behandlung vor. Bin Polizist und der Polizeiarzt sagte, dass ich nie wieder Sport machen darf. Hatte dann bis zu meinem 50zigsten Lebensjahr ständig mit Rückenschmerzen zu kämpfen und mein Gewicht war mittlerweile auf 100 kg angestiegen. Ich begann dann meine Ernährung umzustellen und Sport zu treiben. Zunächst täglich auf dem Crosstrainer, dann raus zum Laufen und mit der Zeit kamen dann auch immer mehr Kräftigungsübungen dazu. Mein Gewicht reduzierte sich auf 70 bis 75 kg. Seit 2 Jahren mache ich zusätzlich moderates Krafttraining im Studio, was mir sehr gut tut. Ich laufe ca. 3000 bis 3500 km im Jahr und habe dieses Jahr 3 Ultras hinter mir, u.a. den Rennsteig mit 73 km am Stück in etwa 8:30 h. Seit ich Sport treibe, habe ich trotz der vielen langen Läufe keine Rückenschmerzen mehr.

  2. Hallo,

    ich finde deinen Blogpost sehr hilfreich, denn ich leide (nur) unter einer Bandscheibenvorwölbung und bin auch sehr sportlich. Mir wurde von einem Arzt geraten, meine Leidenschaft das Laufen aufzugeben. Doch mein Physiotherapeut sagte mir, dass ich solange es mir keine Schmerzen bereitet, wieder langsam mit dem Laufen beginnen kann. Was mich MEGA freut, ich glaube dir geht es nicht anders.

    Ich mobilisiere meinen Rücken morgens im Bett und abends, wo ich noch meine Rückenmuskulatur stärke. Natürlich bin ich auch dran, meine Bauchmuskeln zu stärken.
    Am allermeisten hilft es mir, meine Schmerzen durch warme Bäder zu lindern, so war ich die letzten 4 Tage schmerzfrei seit einem halben Jahr. In der Zwischenzeit bekam ich sogar 2x wöchentlich Infusionen, weil ich so Schmerzen hatte.

    Ich freue mich, wenn ich endlich so weit bin, das Laufen wieder zu beginnen!

    Liebe Grüße und ich hoffe, dass es bei dir auch bergauf geht 🙂

  3. Ich bin selbst Bandscheibengeschädigt – Diagnose kam kurz vor Weihnachten 2013: Osteochondrose, Protusion L4/5 und ausgeprägter Prolaps L5/S1.
    Damals dokterten wir schon 2 Monate physiotherapeutisch daran herum, die Schmerzen wurden nur anders, war vorher der Rücken betroffen, zog es langsam aber sicher Richtung Gesäß/Beine.

    Im Februar urteilten dann 3 Ärzte unabhängig voneinander: OP!
    Inzwischen war ich selbst unter Tilidin und letztlich sogar Oxycodon nicht mehr schmerzfrei, eine leichte Fußhebeparese linksseitig machte sich bemerkbar.

    So lag ich Ende 05/2014 auf dem OP-Tisch zur Nukleotomie – mit 23!

    Die OP war ein Erfolg, langsam aufgebaut mit schwimmen, Physiotherapie und Kraftübungen war ich seitdem fit wie nie!

    Langsam ans Laufen gekommen, lief ich 2015 den ersten 10er und später den ersten Halbmarathon, spielte wieder Wasserball und saß im Sattel.
    Schmerzfrei und fit.

    Anfang 2016 dann ein Rückfall – erneute neurologische Anzeichen in den Beinen sorgten für einen neuen Termin im MRT, das Ergebnis ist alles andere als gut:
    Rezidiv L5/S1, Osteochondrose und Facettengelenksarthrose eher schlechter geworden.
    Rat der Ärzte: gemäßigt Sport machen, solange machbar, kein operativer Eingriff, andernfalls Bandscheibenprothese oder Versteifung.
    Und was soll ich sagen?
    Ich laufe, mache weiter Krafttraining, bin dadurch komplett schmerzfrei und die neurologischen Erscheinungen sind gering. Lediglich auf den Rücken meines Pferdes schwinge ich mich nur noch wenig und da auch eher zum entspannen, aktiv reiten ist nicht mehr möglich, die Quittung bekomme ich direkt.

    Dennoch bin ich optimistisch, solange ich Sport machen kann, werde ich mit dieser Diagnose nicht zu sehr hadern 🙂

    Es muss also kein Sport-Todesurteil sein, es kann genau das Gegenteil bedeuten.

  4. Ich würde mich auch als absolut laufvernarrt beschreiben, angefangen mit Leichtathletik und Basketball in jungen Jahren kam ich mit Anfang 20 zum Langstrecken-Laufen(bin jetzt 37). Habe u.a. 2005 am NY Marathon teilgenommen und diversen anderen Veranstaltungen von 5 – 42 km.

    Ende 2016 ereilte mich dann ein Bandscheibenvorfall völlig aus dem Nichts. Da ich eine ausgeprägte Fussheber/senkerschwäche hatte und nach sechs Wochen konservativen Probieren nichts passierte, wurde ich Ende Januar 2017 operiert. Danach war die Paräse gleich deutlich besser. Der Weg zurück zum Laufen war allerdings steinig, da ich noch Monate danach Probleme mit dem linken Bein hatte: teilweise schon im Lauf Wadenverhärtungen, so dass ich danach zwei Tage humpeln musste. Anscheinend war der Nerv noch sehr gereizt. Wollte den Traum wieder laufen zu können aber nicht aufgeben. Kondition war übrigens komplett weg. Ich musste tatsächlich bei null anfangen. Aber seit Ende April 2017 konnte ich dann wieder schmerzfrei laufen und trainierte mich bis zum Spätsommer zum Halbmarathon zurück. Regelmäßige Krankengymnastik zu Hause und viel Dehnen und Stabi-Training hielf mir dabei sehr.

    Leider gehöre ich zu den unter 5 % bei denen die Vernarbung wieder aufging. Fast genau ein Jahr nach dem Bandscheibenvorfall hat mich das selbe Schicksal ereilt 🙁 Hatte wieder eine Fusssenkerschwäche und starke Schmerzen im Bein. Erneute OP vor 9 Tagen. Die Schwäche ist auch noch nicht komplett behoben. Aber ich arbeite dran: Reizstrom und immer wieder den Nerv animieren. Ich kann inzwischen wieder ohne zu humpeln gehen, aber an laufen ist nicht zu denken. Werde dieses Ziel aber nicht aus den Augen verlieren. Es hat schon einmal geklappt und es wird auch dieses Mal gehen.

    Warum ich das jetzt hier schreibe:
    ch habe so viel gesurft im Internet als ich das erste Mal den Vorfall und die damit verbundene Paräse hatte und habe nur negative Einträge gefunden. Das hat mir damals viel Mut gekostet. Aber es geht, ich bin selbst ein Beispiel dafür auch wenn ich jetzt das Pech hatte, das die Narbe aufging. Im Sommer nächsten Jahres laufe ich wieder, da bin ich sicher. Vielleicht etwas vorsichtiger, vielleicht nicht mehr so lang, aber ich werde laufen! An alle Schicksalsgenossen daher:
    Verliert nicht den Mut, eine positive Einstellung ist ein wichtiger Aspekt für eine Genesung! 🙂

    1. Sille, Ich danke dir für deine Erfahrungen. Das klingt nach einer langen Leidensgeschichte, aber das einzige, was zählt, ist, dass du niemals aufgibst!! Bleib dran, bleib in Bewegung und lerne auf deinen Körper zu achten. Auch mit einem operierten Bandscheibenvorfall ist nicht zu spaßen – vielleicht bist du beim nächsten Einstieg noch ein bisschen langsamer und genügsamer. Ich habe mir bis heute unheimlich viel Zeit gelassen und fahre gut damit, mich nur in winzigen Schritten zu steigern.

      Gute Besserung und bis bald.

  5. Hallo, ich bin nach Bandscheiben Vorfall. Vor 1 Monat habe ich meine Physiotherapie beendet, hing mir echt super. Ab Wochenende ist es wieder zurück, missempfindung, Schmerzen in Rücken. Zieht bis hüfte. Könnte ca 2 Wochen kein Sport machen, wegen Grippe.
    Und was jetzt? Überlege wieder Neurochirurge besuchen, er hat mir mal angeboten die Nerven wurzel an Spritze.
    Und dann ist Ruhe, aber ich zweifeln daran. Habe einfach Angst.
    Neuen Rezept für Physiotherapie bekomme ich jetzt nicht.
    Bin echt fertig. 😥
    Bin noch im Ausbildung, also ziemlich viel sitzen.

  6. Danke für eure Berichte.
    Ich stecke gerade am Anfang meines ersten Bandscheiben Vorfalls (vielleicht habe ich Glück und es ist nur eine Vorwölbung )
    In den nächsten Tagen erfahre ich mehr.
    Nachdem ich erst vorige Woche mit dem laufen begonnen habe, weil mich im Jänner ein grippaler Infekt 3 Wochen niedergestreckt hat, bin ich jetzt schon sehr frustriert.
    Wollte im September meinen ersten Halbmarathon laufen. Daraus wird jetzt wohl nichts.
    Ihr hattet doch recht schlimme Exemplare, so extrem dürfte es bei mir nicht sein. Das gibt Mut, überhaupt wieder irgendwann laufen zu dürfen.
    Danke.
    Jetzt gehe ich etwas Hoffnungsvoller in die Enddiagnose und Therapie.

  7. ich hatte damals einen BSV wurde operiert dann ging es 3 jahre gut und ich machte Freeletics und crossfit und übüngen wie Barstarzz jetzt habe ich wieder einen BSV L5 S1bin in einer zehntägigen physio therapie reizstrom wärme gymnastikübungen hab mir eines vorgenommen auf meinen körper zu hören und kann mit leichten normalen übungen meinen körper fit halten

  8. Hallo….Ich hatte vor 11 Jahren einen Bandscheibenvorfall in der BWS. Die Ärzte sagten das kommt selten vor und manche Physiotherapeuten mussten sich erst belesen und schlau machen. Vor dem BSV bin ich Fahrrad gefahren und gejoggt. Dann ging für eine gewisse Zeit gar nichts mehr. Nur durch Muskelaufbau bin ich schmerzfrei geworden. Joggen sollte ich nicht mehr, alternative war Nordic Walking. Habe vor einigen Monaten wieder mit dem laufen angefangen und ich habe mich so gut gefühlt. Aber nun sind meine Schmerzen wieder gekommen, genauso wie vor 11 Jahren. Ich hoffe das ich es wieder schaffe schmerzfrei zu werden und langsam mit dem Sport weitermachen kann…..

  9. Bin 28. Hatte einen Bandscheibenvorfall im Sommer…. bin wie immer am morgen gelaufen, dannach zur Arbeit gegangen…. Dann war es wie in einem Albtraum… Zunehmende Schmerzen bei der Büroarbeit, Krankenwagen, Notstation, 5 Tage in einem Krankenhaus. Dann ginge zu einem Orthopaede und hatte 4 Monate Physiotherapie ….jetzt mache ich Krafttraining in einem Fitnessstudio und ist noch Physio. Konnte 3 Monate gar nicht sitzen… jetzt geht es langsam besser. Joggen ist leider zurzeit nicht möglich. Hoffentlich kriege es irgendwann hin wieder laufen zu können.

  10. Hallo

    Und wie es weitergeht, wenn ich alles vorher gewust hätte wäre ich nie zum Arzt gekrochen da wäre es wohl besser ausgegangen!!!!

    Jahrelange Schmerzen LWS (traute mich nicht zum Arzt) und dann 1/18 mrt mit mehreren BSV unter andern ein großer Sequester der auf die Nerven drückt!

    Nur Sprizen nie OP geraten obwohl die blitzenden Schmerzen über Nacht aufhörten und das Bein lahm wurde! die ausgetrockneten Bandscheibenreste haben sich inzwischen zwischen den Bandscheiben / Wirbeln reingefressen!

    Mein lahmes Bein und der hiniche Rücken dankt es!!!

    Ich arbeitete ohne einen Tag unterbrechung dieses Jahr sogar mehr, reite nach wie vor, nur laufen kann ich nicht mehr.

    lg

  11. BSV L5/S1 im November 2017 nach Volleyballspiel, 6 Wochen Laufpause, Kortison, Physio, jeden Tag ins Fitnessstudio und meine Rumpfübungen gemacht, nach 4 Wochen erste Schwimmeinheiten mit sanftem Abstoßen (nur Kraul), nach 8 Wochen erste kurze Laufeinheiten (15 Minuten max.), nach 12 Wochen erste längeren Läufe (8km+), nach ca. 3 1/2 Monaten erste Intervalleinheiten auf der Bahn, nach 5 Monaten erster (amateur) Laufwettkampf.
    Relativ lange noch Druckgefühl bei langem Sitzen, gerade bei langen Autofahrten oder im Büro

    Aktuell (1,5 Jahre nach dem BSV) bin ich im Alltag schmerzfrei, bei größeren Laufumfängen oder harten Einheiten auf der Bahn meldet sich der Rücken aber wieder zurück. Komischerweise auch bei der Rollwende im Schwimmbad.

    Was mir geholfen hat:
    – Rumpfstabi (da hatte ich eigentlich schon eine gute Basis, aber da geht immer noch was)
    – Hüftstellung korrigieren (anterior pelvic tilt –> Hohlkreuz –> Druck auf die Bandscheibe im Lendenwirbelbereich),
    entsprechend Beinrückseite dehnen, Hüftbeuger dehnen, Beinbeuger stärken, Bauchmuskulatur stärken
    – Langes Sitzen wenn möglich vermeiden: Stehschreibtisch anfordern, regelmäßige Sitzunterbrechungen einführen,
    Mittagspausensport machen oder zumindest einen kurzen Spaziergang
    – Yoga: mangelnde Flexibilität ist eines meiner Hauptprobleme (und evtl. auch stark mitverantwortlich für einen BSV in
    meinem Alter), Yoga hilft hier sehr, mobilisiert und entspannt und gleichzeitig gut für Rumpfstabi
    – Auf den Körper hören! Für mich super schwierig, aber es zahlt sich aus. Im Meeting auch einfach mal aufstehen und sich
    strecken, bei Wandertouren sich die Pause gönnen, im Büro einfach mal die Blackroll auspacken

    Die großen Laufwettkämpfe werde ich wohl nicht mehr bestreiten können, aber regelmäßig moderat Laufen ist drin. Wer noch Tipps hat, wie man auch für hartes Training wieder richtig fit wird her damit.

    Grüße aus Mainz

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