Wie dein Selbstbild über deinen Erfolg entscheidet

Wie dein Selbstbild über deinen Erfolg entscheidet

Was ist eigentlich das Selbstbild? Und inwieweit beeinflusst es unsere täglichen Entscheidungen und Handlungen?
Wir glauben an das Bild von uns und an unsere Fähigkeiten oder Unfähigkeiten. Dieses Bild beeinflusst die täglichen Entscheidungen und Handlung und trägt zur Erreichung unserer inneren Zufriedenheit und Selbstverwirklichung bei.
Dieser Artikel klärt:

  • Was zum Selbstbild gehört
  • Warum es wichtig ist, dein Selbstbild zu kennen
  • Welche Selbstbilder es gibt
  • Wie Glaubengrundsätze zum Selbstbild beitragen
  • Welche Werte dem Selbstbild zu Grunde liegen

Was gehört zum Selbstbild?

Das Selbstbild ist das Bild, das du von dir selbst, deinem Auftreten und deinem Leben hast. Es wird maßgeblich geprägt durch Identität, Körperwahrnehmung, Talente, Fähigkeiten, Bildung, Beruf, Wünsche, Ziele, Träume, Bedürfnisse, Charaktereigenschaften, Werte, Umfeld, Erfahrungen und Ähnliches.

Warum ist es wichtig, das Selbstbild zu kennen?

Wenn dein Selbstbild nicht mit deinen Lebensvisionen übereinstimmt, stehst du dir ständig bei der Verwirklichung deiner Ziele und Träume im Weg. Je stärker und gesünder dein Selbstbild, umso leichter verwirklichst du dich! Das Bild von dir selbst ist wandelbar und hängt stets von deinen Launen und vielen Umweltfaktoren ab. Wichtig ist zu wissen, dass DU dein Bild von dir ändern kannst und keineswegs für immer in einem statischen oder dynamischen Selbstbild „gefangen“ bist.

Welche Selbstbilder gibt es?

  • Statisches Selbstbild

Menschen mit einem statischen Selbstbild sind davon überzeugt, dass ihre Eigenschaften festgesetzt und Fehler Beweise für ihre eigene Unfähigkeit sind, weshalb sie diese so gut wie möglich vermeiden. Sie sind häufig gekennzeichnet durch ein demotivertes Lernverhalten und ein Festklammern an ihrer gewohnten Strategie. Nicht selten verändern diese Menschen die Wahrheit und sind Perfektionisten.

Wenn du ein statisches Selbstbild hast, willst du dich beweisen und perfekt sein und fühlst dich als Versager, wenn du dein Ziel nicht erreichst, was nicht selten in Resignation endet – denn du bevorzugst den mühelosen Erfolg. Dadurch nimmst du dir die Möglichkeiten, deine Potentiale vollständig auszuschöpfen.
Wenn du denkst, Anstrengung sei etwas für Schwächlinge und nur der Beweis, dass du nicht gut genug bist, hast du wahrscheinlich ein statisches Selbstbild.

  • Dynamisches Selbstbild

Das komplette Gegenteil sind Menschen mit einem dynamischen Selbstbild. Diese sind überzeugt davon, ihre Fähigkeiten und Eigenschaften ausbauen zu können. Sie sehen Fehler als Zeichen für Lernbedarf, was sie zur Überwindung ihrer persönlichen Grenzen motiviert, und bringen eine wesentlich höhere Lernbegeisterung mit. Menschen mit dynamischen Selbstbild streben nach Veränderung und neuen Möglichkeiten und sind orientiert am Hier und Jetzt.

-> Wenn du ein dynamisches Selbstbild verfolgst, kannst du leichter dein Potenzial entfalten, denn dein Erfolg stellt sich durch dein Handeln ein. Du bist wandelbar und schätzt deine Tätigkeiten, auch wenn das Ergebnis nicht perfekt ist – denn du hältst dich dann für erfolgreich, wenn du alles gibst, lernst und dich verbessert. Von Rückschlägen lässt du dich nicht einschüchtern, sondern sie motivieren dich zu neuen Wegen. Wenn du Dinge selbst in die Hand nimmst und von Selbstentwicklung, Selbstmotivation und Selbstverantwortung überzeugt bist, ist das Bild von dir selbst dynamisch.

  • Negatives Selbstbild

Ein negatives Bild deines Selbst ist die hinderlichste Form des statischen Selbstbildes. Es verzerrt die Wahrnehmung – statt Objektivität werden negative Ereignisse auf persönliche Fähigkeiten projiziert und Zweifel geschürt. Im schlimmsten Fall führt es zum Rückzug und zur fehlenden Chance für neue positive Erfahrungen.

Mit einem negativen Bild von dir selbst ist es schwierig, dich realisitisch einzuschätzen und zugleich offen für neue Erfahrungen zu sein. Die Erkenntnis, dir dein Leben lang selbst im Weg gestanden zu haben, statt den vollen Spielraum auszunutzen, ist kein leichtes Eingeständnis.

Welches Bild von dir selbst verfolgst du am ehesten? Sei ehrlich zu dir und gehe die einzelnen Punkte durch. Natürlich gibt es auch Mischformen! Die gute Nachricht ist, auch wenn du eher ein statisches Selbstbild hast – dadurch, dass dein Bild von dir wandelbar ist, bist du der/diejenige, der/die beeinflussen kann, ob du künftig mehr Dynamik ins Spiel bringst und dir dadurch die Grundlage für den Erfolg legst. 

selbstbild

Glaubensgrundsätze

Deinem Bild von dir selbst  liegen bestimmte Glaubensgrundsätze zu Grunde. Freunde, Familie, Vorbilder und andere Personen, die uns geprägt haben, sorgten schon in frühen Jahren für die Manifestation bestimmter Glaubensgrundsätze und damit Überzeugungen. Obwohl das Bild von sich selbst tatsächlich veränderbar ist, wird es oft zu einem geschlossenen Kreislauf, weil es Sicherheit gibt. Es gibt das Gefühl von Schutz und Selbstbehütung und erscheint wie eine feste Konstante.

Welche Glaubensgrundsätze schränken dich ein? Durch wen oder was werden diese Glaubensgrundsätze unterstützt?
Verwandle deine Glaubensgrundsätze in etwas Gegenteiliges bzw. Erwünschtes. Formuliere sie positiv und benutze das Wort „ICH“ in deinen neuen Überzeugungen.

Ändere Woche für Woche einen Glaubensgrundsatz.

Werte

Ähnlich wie die Glaubensgrundsätze sind die Werte, die wir verfolgen eng mit dem Bild von uns verknüpft. Diese sind tief verwurzelt und spiegeln wider, woran du dich orientierst. Sie zeigen dir, was wünschenswert ist und bestimmen Handeln und Wohlbefinden. Beispiele hierfür sind: Hilfsbereitschaft, Mut, Schönheit, Ansehen, Leidenschaft, etc.

Welche Werte verfolgst du? Was ist dir wichtig im Leben? Nur wenn du deine Werte kennst, kannst du dein Handeln und Denken besser verstehen. Denn sie sind die grundlegende Motivation hinter deinen Tätigkeiten.

Hui! Das war ein langer Blogartikel und mein erster zum Thema Persönlichkeitsentwicklung/Life Coaching. Wie hat er dir gefallen? Hast du das alles schon gewusst? Hast du Interesse, künftig sowas öfter zu lesen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

 

5 thoughts on “Wie dein Selbstbild über deinen Erfolg entscheidet

  1. Wie immer ein sehr gut geschriebener Artikel.
    Ich glaube (persönlicher Glaubenssatz) das die meisten Menschen ein statischen Selbstbild haben. Aus diesem Grund behalten Sie Ihre unbeliebte Arbeit oder bleiben bei Ihrem Partner, obwohl dieser nicht nicht gut zu Ihr ist ( Stichwort Ehekrieg)

    Natürlich glaube auch ich, das das dynamischen Selbstbild wesentlich Lebens bejahender ist. Dies erfordert allerdings auch Mut. Mut neues zu probierten zu scheitern daraus zu lernen und dann Erfolge zu erleben. Ich würde mich freuen wenn es mehr Menschen mit dem dynamischen Selbstbild gäbe. Denn dann hätten Vorgesetzte, Politiker und die Medien weniger Macht über Menschen. Da diese selbstständig denkende Wesen wären, ohne suggerierte Ängste.
    Gerade, wie Du es schon beschrieben hast, sind die Glaubenssätze, die größte Bremse im Leben. Wobei ich glaube, das es extrem schwierig ist, diesen Glaubenssätzen auf die Schlichte zu kommen. Entweder man beobachtet sich über lange Zeit selbst und Analysiert sein Scheitern. Oder man lässt sich von einem Profi helfen.
    Auch ich arbeite fast täglich an meinen Glaubenssätzen und an meinem Selbstbild. Manche Glaubenssätze konnte ich schon auflösen, manchen komme ich langsam auf die Spur und wahrscheinlich gibt es noch eine mengen von denen ich noch gar keine Ahnung habe.
    Aber – der Weg ist das Ziel & danke für Deinen Artikel

    1. Danke dir. Du sagst es, das statische Selbstbild nimmt leider einen viel zu großen Anteil in der Gesellschaft ein und ist sicherlich einer der Gründe vielen Scheiterns. Die tägliche Arbeit an sich selbst ist so wahnsinnig wichtig! Schön, dass du da schon einen Anfang gemacht hast – klar, der Weg ist das Ziel und der Weg ist lang 🙂

  2. ich glaube das größte problem ist oft das sich vergleichen mit anderen. egal was du von dir selbst hältst sobald du dich dauernd mit anderen vergleichst wirst du immer jemanden finden der in bestimmten dingen, besser, schneller, stärker, etc. ist, aber dabei vergisst man oft, dass diese menschen auch nicht in ALLEN dingen besser sind. es geht doch um das gesamtpaket und das ist immer einzigartig

    1. Danke Maria für deine Meinung. Ja, ich glaube, das stimmt definitiv! Aber du hast es schön gesagt: das einzigartige Gesampaket ist so etwas Wertvolles und Besonderes 🙂

  3. Ich finde den Artikel wirklich super!
    Ich gehöre zu den Menschen, die ein sehr negatives Selbstbild haben und sich eher hassen als lieben. Und es stört mich, da ich mich lieber Lieben würde.
    Ich finde den Ansatz mit den Glaubensgrundsätzen sehr gut, da ich leider sehr von meinem Vater geprägt bin.
    Dieser hatte immer mit Übergewicht zu kämpfen, hat dann mit Crashdiäten abgenommen und dann wieder reingehauen. Binge-eating vom feinsten. So habe ich seit ich 13 Jahre alt bin auch gehandelt, mit 14 das erste mal Almased-Diäten gemacht. Dadurch habe ich meinen Stoffwechsel direkt zerstört. Und kein Gramm abgenommen. Verständlich.
    Daraus habe ich jedoch gelernt und bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass ich lieber durch Sport und gesunde Ernährung was erreichen will. Während es bei mir klappt, hat er nach 20 Jahren immer noch nicht abgenommen, im Gegenteil.

    Danke für den schönen Artikel! Ich habe mir nochmal Gedanken zu meinen Vorbildern machen können und konnte da etwas mitnehmen. Ich freue mich über weitere Artikel in dieser Richtung!
    Liebe Grüße,
    Jill

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