Monatsrückblick Mai – Dankbarkeit & Erschöpfung

Mai, du warst ereignisreich. Und deshalb ist heute Zeit für einen Monatsrückblick der anderen Art. Jeden Monat das gleiche Format wird auf Dauer langweilig und gibt unnötigen Druck. Deshalb lasse ich heute mal meinen Gefühlen freien Lauf und schreibe. Ganz ohne Regeln, ganz ohne Rahmen. Sondern einfach nur, was mich im Mai beschäftigt hat.

Erschöpfung

Der Mai hat mich erschöpft. Schon in den letzten Monaten habe ich darüber gesprochen, dass ich an meine Grenzen komme. Ich habe viel gearbeitet in der letzten Zeit. So viel wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich liebe es und es bringt mir unheimlichen Spaß, weil es nunmal das ist, wofür ich brenne und lebe. Dennoch merkte ich schon Anfang des Monats, wie dringend der Urlaub gewesen wäre. Der Urlaub, der dann mit Autounfall und Schleudertrauma begann und ausfiel. Zwar hatte ich frei bei GYMFLOW, aber wirklich Erholung ist das nicht, wenn du stattdessen in der Traumaverarbeitung steckst, dich auf die Rückfahrt vorbereitest und mit Kopfschmerzen, Panik und Schock kämpfst.

Es zeigt mir, dass andere Lösungen hermüssen. Dass ich neue Strategien will, wie ich längerfristig so leben kann und alles unter einen Hut bekomme. Aber daran werde ich arbeiten. Und auch dafür wird es Lösungen geben.

Leichtigkeit

Was mir im Moment fehlt, das ist die Leichtigkeit. Sie fehlt mir genau genommen schon seit Jahren, aber ich möchte sie mir zurückholen. So leicht wie Kinder werden wir wohl nie mehr, weil Erwachsene schlichtweg mehr Verantwortung tragen und sich ums Überleben kümmern müssen. Aber ich glaube, es ist wichtig, das Kind in uns zu erhalten und zu nähren. Deshalb mein Vorhaben für die nächste Zeit: öfter mal ausbrechen und spontaner sein. Ein paar Mal habe ich das schon im Mai getan, doch da geht noch was!

Inspiration und Kreativität

Kaum zu glauben, aber auch dafür ist noch Platz in meinem Kopf. Ich sprudle immer noch vor Ideen. Besonders hier für Laufvernarrt hab ich so viele Ideen und Projekte, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Ich bin aufgeregt und positiv gestimmt, das alles zu verwirklichen. Neu angefangen habe ich in diesem Monat schon mit dem wöchentlichen Workout und Pinterest. Aber es wird mehr kommen. Meine Angebote zu Coachings und Personal Trainings werden nochmal einen Neuanstrich bekommen und bald in neuem Glanz erstrahlen. Ich habe begonnen, mich monatlich mit meiner liebsten Fotografin und Freundin Svea Landschoof zusammenzutun und damit für regelmäßiges wunderbares Bildmaterial hier sorgen zu können.

Unabhängig vom Blog konnte ich kreativ sein bei der Verwirklichung eines neuen Tattooprojekts und habe mich erneut bei der Tätowiererin meines Vertrauens in Flensburg stechen lassen.

Im Mai hatte ich wieder mehr Zeit für andere Projekte als die 30 Tage Ernährungsumstellung und habe ein paar Artikel schreiben können, die mir schon lange auf dem Herzen lagen:

Frauen & Fitness: Training im Einklang mit dem weiblichen Zyklus

Die Selbstliebe – ein kompletter Guide in 23 Punkten

Warum du so faul bist – Disziplin, Willensstärke und Willenskraft

Wie du dir den Spaß am Laufen nimmst

Dankbarkeit

Im Mai hatte ich den ersten Autounfall als Fahrerin. Und dann direkt so einen heftigen, bei dem ich mit 150km/h in die Leitplanke gerast bin. Du glaubst nicht, wie dankbar ich bin, dass an diesem Tag nicht mehr passiert ist. Dass sowohl Meister Yoda als auch ich den Unfall überlebt haben.

Aber noch viel mehr bin ich dankbar dafür, dass meine Familie mich so aufgefangen hat und unterstützt hat. Dankbar für meinen Vater, der es mir nicht durchgehen lässt, aufs Autofahren zu verzichten und mir deshalb einen neuen Wagen besorgte. Dankbar für meinen Bruder, der uns zurück nach Berlin gebracht hat.

Ich bin dankbar dafür, dass mein Freund emotional bei mir war und wir im Mai unseren zweiten Jahrestag gemeinsam verbringen konnten. Überhaupt bin ich dankbar dafür, dass ich ihn habe und lieben darf, mit all unseren Macken und Hochsensibilitäten.

Ich bin dankbar dafür, dass mein Körper wieder so belastbar ist. Dass ich wieder so viel trainieren konnte bis zu meinem Unfall. Dankbar, dass mein Blog so einen unglaublichen Aufschwung im Monat Mai erlebt hat und dankbar, dass ich schon zu einem großen Teil meinen Lebensunterhalt von der Selbstständigkeit bestreiten kann. Aber noch dankbarer bin ich für all die wunderbaren Menschen, die an meiner Reise teilhaben (DU!) und mich an ihren Reisen teilhaben lassen.

Ich bin dankbar für meine Freunde. Für so wundervolle Menschen, die ich in Berlin kennengelernt und wiedergetroffen habe und jetzt zu meinen Freundinnen zählen darf. Ich bin dankbar für die Freundinnen, die zwar räumlich so weit entfernt, aber emotional so dicht sind. Mit denen auch heute noch jede Minute genau so ist wie früher, obwohl ich zwischendurch dachte, ich hätte sie verloren.

Und natürlich bin ich dankbar für die materiellen Dinge, die in unserer Welt viel zu selbstverständlich sind. Eine schöne Wohnung, ein funktionierendes Smartphone und sogar ein neues Auto.

Wow. Das tut gut, sowas mal schwarz auf weiß zu lesen, auch wenn das Ganze vielleicht schon fast ein bisschen spirituell ist. Aber ich verspreche dir: Dankbarkeit ist nie verkehrt.

Zuversicht & Stolz

Vor einigen Jahren hätte mich diese Belastung massiv aus der Bahn geworfen und würde mich dahinraffen. Ich hätte mich Panikattacken und Depressionen hingegeben, doch dieses Mal ist dem nicht so. Umso stolzer bin ich, dass ich scheinbar besser mit Schwierigkeiten umzugehen gelernt habe. Natürlich ist und bleibt das furchtbar und belastend, aber es erdrückt mich nicht. Ich verzweifle nicht wegen der Erschöpfung und den 3000€, die ich da in der Leitplanke versenkt habe (jaja, man spricht nicht über Geld ;)). Es ist ärgerlich und verdammt viel Geld. Aber schlichtweg nicht änderbar und nichts, was meine Existenz bedroht.

Und was kommt im Juni?

Neben Projekten für Laufvernarrt arbeite ich weiterhin fleissig mit dem Team von GYMFLOW an Marketingaktionen. Deshalb wird’s über GYMFLOW im Juni ein paar kostenlose Workouts im Park mit mir als Trainerin geben. Darüber hinaus werde ich beginnen, mit der PLVY Sports App After-Work-Runs zu geben und so immer mehr in den Direktkontakt mit sportbegeisterten Menschen kommen. Ich werde wieder einen regelmäßigen Trainingsplan mit Fokus auf Muay Thai und Laufen verfolgen und den Grundstein für einen weiteren Halbmarathon legen. Aber alles mit der Zeit 🙂

Was waren deine Highlights oder Themen im Mai? Ich finde, so ein Monatsrückblick tut sehr gut, um sich neu zu sortieren und Ideen zu sammeln und sinnvolle Ziele für die nächsten Monate zu setzen. Hast du Ziele, die du dieses Jahr noch erreichen willst?

2 thoughts on “Monatsrückblick Mai – Dankbarkeit & Erschöpfung

  1. Ich wünsche dir, dass du dich bald wieder erholst und auch, dass du dir diese Dankbarkeit, die du jetzt empfindest, erhältst. Nichts ist selbstverständlich, und auf sehr viele Dinge können wir kaum Einfluss nehmen, auch wenn wir uns einreden wollen, unser Leben komplett im Griff zu haben. Ein kleiner Moment kann ausreichen, dass nichts mehr ist, wie es vorher war.
    Viele Grüße
    Ina

  2. Sehr sehr schön geschrieben meine Liebe und ich bin so froh, dass euch nichts passiert ist!!!

    Ist auch mal eine tolle Art, den Monat revuepassieren zu lassen, gute Idee 🙂

    Meine Themen im Mai waren, weiterhin nen grünen Smoothie morgens zu trinken (hat super geklappt) und die Überlegung, was ich nach meiner Reise im nächsten Jahr wirklich will… Mir wurde eine Versetzung angeboten, die ich nach langem Hin und Her abgelehnt habe, weil mein Bauchgefühl ganz arg dagegen war :). Hinzukommt, dass ich mir sowieso seit geraumer Zeit nicht mehr sicher bin, ob ich den Job überhaupt noch machen will aber da bin ich dran, mir Klarheit zu verschaffen 🙂

    Fühl dich ganz doll gedrückt und falls du aber coole Musik in einem Monat gehört hast, musste das bitte trotzdem mal bei einem Blogartikel oder so schreiben hihi 🙂 Habe nämlich heut morgen tatsächlich darüber nachgedacht, ob du auch Prinz Pi hörst 😀

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