Aus welcher Rolle bist du rausgewachsen?

Jeder von uns spielt bestimmte Rollen in seinem Leben. Einige schaden uns und wieder andere sorgen für Selbstverwirklichung. Bis vor Kurzem hatte ich viel zu viele Rollen in meinem Leben. Das hat mich gebremst und gehindert, in einigen Bereichen besser zu werden und meine Potenziale zu entfalten. In diesem Artikel gehe ich der Sache auf den Grund und leiste dir Hilfe zum Thema ROLLEN.

Rollen – ein Thema, mit dem wir Menschen täglich konfrontiert sind. Jeder von uns hat unterschiedliche Rollen in seinem Leben zu erfüllen. Die einen lieber, die anderen weniger gern. Manche sind notwendig, andere scheinen so und wieder andere quälen uns vollkommen zu unrecht.
Wenn es um Zufriedenheit geht, darum, dein Leben zu dem zu machen, das du führen willst, dann ist die Trennung von Rollen, aus denen du herausgewachsen bist, ein wichtiger Punkt, den ich heute behandeln möchte.

Bis vor Kurzem hatte ich viel zu viele Rollen in meinem Leben – Ich war Partnerin, Freundin meiner Liebsten, Tochter, Schwester, Helferin in Not, Hundemama, Bloggerin, Läuferin, Selbstständige, Athletin und wahrscheinlich noch viel mehr, was mir in diesem Moment gar nicht so bewusst einfällt. Deshalb wurde es Zeit, ungeliebte Rollen auszusortieren. Meine Prioritäten zu setzen und mich besser auf einige wenige Rollen zu fokussieren und diese dafür besser zu machen und meine Potenziale zu entfalten.

  • Was Rollen sind,
  • Welche Rollen wichtig sind und
  • Wie du dich von ungeliebten Rollen trennst,

verrate ich dir in diesem Artikel aus dem Lifecoaching.

Was sind Rollen?

Rollen sind unsere Alltagsaufgaben. Jeder von uns hat Rollen zu erfüllen. Die Rolle als PartnerIn, die Rolle als FreundIn, ArbeitnehmerIn, ArtbeitgeberIn, (Hobby-)SportlerIn, Tocher/Sohn, Mutter/Vater, Bruder/Schwester, BekannteR, Kollege/Kollegin, … die Liste ist nahezu endlos. In all diesen Rollen agieren wir ein bisschen anders. Auch die Menschen, denen gegenüber wir diese Rollen spielen, haben unterschiedliche Erwartungen und gehen unterschiedlich mit uns um. Es ist ganz normal und menschlich, dass der Arbeitskollege ein anderes Bild von dir hat als dein/e Partner/in – es ist mit Sicherheit auch manchmal nützlich und wichtig, dass das genau so ist.

Welche Rollen wichtig sind

Kurz gesagt sind genau die Rollen wichtig, von denen du in irgendeiner Weise profitierst. Das mag auf den ersten Blick egoistisch klingen (ist es auch), allerdings funktioniert Zufriedenheit nicht ohne eine gewisse Portion Egoismus.

Schreibe doch mal eine Liste mit allen Rollen, die du erfüllst. Ein paar Beispiele hast du oben schon gelesen, aber sicherlich gibt es noch mehr. Die Freundin, mit der du seit Jahren zum Sport gehst, obwohl sie dich von deinem Erfolg abhält, die Oma, bei der du einmal pro Woche zum Essen eingeladen bist, etc. etc.

Wie du dich von ungeliebten Rollen trennst

Wenn es um Zufriedenheit geht, dann gibt es manchmal Rollen, aus denen wir rauswachsen. Oder Rollen, die uns schon immer unzufrieden gemacht haben. Die Frage, die du dir immer stellen musst, ist: Bringt mir das was? Kann das weg?
Muss es beispielsweise sein, dass du jeden Sonntag bei deiner Nachbarin einen Kaffee trinkst, obwohl du sie nicht ausstehen kannst und dir ihr immergleiches Gelaber auf den Sack geht? Wahrscheinlich nicht.
Es ist wichtig, sich vorher ein Bewusstsein über die Rollen zu schaffen, die du in deinem Alltag spielst. Jeder Mensch hat andere und für jeden Menschen sind andere Rollen wichtig. Wenn dein Chef dich nervt, kann es eine Option sein, die Rolle als Arbeitnehmer zu beenden, vielleicht wäre dies aber auch eine Übersprungshandlung und bedarf etwas mehr Planung und Vorlauf. Manche Rollen lassen sich durch Gespräche in eine Richtung lenken, die dich zufriedener stellt, andere müssen gänzlich gestrichen werden, weil sie einfach keinen Zweck mehr für dich erfüllen (siehe die Nachbarin oben).

Das Ziel sollte sein, deine Rollen auf ein Minimum zu begrenzen. Auf das Wesentliche. Ich sage nicht, dass du all deine Freundschaften kündigen sollst – ganz im Gegenteil. Ich empfehle dir, dich auf deine Prioritäten zu fokussieren. Einige wenige Rollen lassen sich nicht nur einfacher leben und besser miteinander vereinbaren, sondern geben dir auch wesentlich mehr Raum und Zeit für Selbstverwirklichung.
Wenn du also wie oben beschrieben deine Liste der Rollen erstellt hast, gehe sie intensiv durch und mache dir ein paar Gedanken (evtl. auch Notizen) dazu, was dir die Rollen bedeuten, warum du diese behältst und warum du sie vielleicht gerne streichen würdest. Wichtig ist, dass du ehrlich dabei bist – Moral ist für diesen Moment noch nicht relevant. Erstmal zählt dein Gefühl, dein Eindruck, dein persönliches Empfinden. Im zweiten Schritt überlegst du dann, von welchen Rollen du dich wirklich verabschieden kannst. Eine Rolle zu behalten, nur weil du ein schlechtes Gewissen hättest, wenn du sie streichtest, hat keinen Zweck und führt nicht zu deiner Zufriedenheit. Dafür aber das Hinterfragen, weshalb du ein schlechtes Gewissen hättest.

Und? Welche Rollen erfüllst du, die dir vielleicht gar nicht mehr passen? Vernachlässigst du bestimmte Rollen, die dir eigentlich mehr bedeuten? 

 

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